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LeiterDie Telefonseelsorge ist 50!

Im Jahr 2009 feierte die TelefonSeelsorge Düsseldorf ihr Jubiläum.

Weiter zu: TV-Beitrag und historische Fotostrecke

Bericht der evangelischen Pressestelle Düsseldorf zum Jubiläum:

„Trost und Rat unter Telefon 51515“ – so hieß 1959 in den Gründungstagen der Telefonseelsorge Düsseldorf das Angebot. Heute wirbt das Seelsorgetelefon mit dem Slogan „Aus Worten können Wege werden“. Damit machen die geduldigen Zuhörer unter der Rufnummer 0800 111 0 111 gleich deutlich, um was es geht: Wer nicht weiter weiß, dem hilft es oftmals, mit einem anderen zu sprechen.

20.000-mal im Jahr klingelt bei der Telefonseelsorge das Telefon. Da geht es in den Gesprächen um sämtliche Wechselfälle des Lebens: um Schul- und Versagensängste bei Jugendlichen, um Leben mit Hartz IV, um die Erfahrung der Einsamkeit. Gerade das sei ein zunehmendes Problem. „Uns rufen abends Leute an, die einfach mal mit jemandem sprechen müssen, weil sie den ganzen Tag lang allein zu Hause waren“, sagt der Telefonseelsorger Heinz K. Und seine Kollegin Marianne S. hat beobachtet, dass vielfach auch Menschen anrufen, die unter einer psychischen Erkrankung leiden.

Die Telefonseelsorge hat ein Ohr für das, was die Menschen in Düsseldorf bewegt. So wäre es vor Jahren oft zu Gesprächen gekommen, in denen Homosexualität eine Rolle gespielt habe. Die Telefonseelsorge sei ein Ort gewesen, an dem man sich ohne Scham einmal darüber aussprechen konnte, so die Erfahrung der ehrenamtlichen Seelsorger. Sprechen ohne Tabuzone, das gehört auch zum Programm. Sucht wäre auch so ein Thema gewesen, dass eine Zeitlang eine große Rolle gespielt habe.

Erste und letzte Hilfe

„Die Telefonseelsorge ist die erste Hilfe für Menschen in akuten Krisen. Sie ist die letzte Hilfe für viele, die durch alle Netze gefallen sind“, bringt der Leiter der Telefonseelsorge, Ulf Steidel, seine Wahrnehmung auf den Punkt. „Wir sind zum Zuhören da“, sagen die beiden Seelsorger K. und S. Ihre Devise: „Wir nehmen den Anrufer ernst, wir hören ihm zu, egal wie lange es dauert.“ Deshalb kann es auch mal vorkommen, dass das Telefon besetzt ist. Dann werden Anrufer gebeten, später noch einmal anzurufen. In einer Warteschlage verhungert niemand. Die Telefonseelsorge ist kein Call-Center. Am anderen Ende der Leitung sind stets Menschen mit Lebenserfahrung, krisenerpobt, gut ausgebildet.

Den Dienst der Telefonseelsorge halten in Düsseldorf rund 100 Ehrenamtliche aufrecht. Dazu gibt es zweieinhalb Stellen für hauptamtliche Kräfte. Wer sich bei der Telefonseelsorge ehrenamtlich engagiert, macht eine einjährige Ausbildung mit. Dazu kommt ein Aufbaujahr und fest eingeplante Supervision. Jeder Telefonseelsorger übernimmt im Monat zwei Dienste, wovon einer der Dienste nachts sein muss. „Das sind rund 20 Stunden, die wir im Monat im Einsatz sind“, sagt S. Dabei ist das Tun der Telefonseelsorge anonym und vertraulich. Wer beim Seelsorgetelefon anruft, wird nicht nach dem Namen gefragt, auch nicht nach der Konfession. Die Telefonseelsorge ist ein vorbehaltloses Angebot. Finanziert wird es von der evangelischen Kirche, die katholische Kirche beteiligt sich an den Kosten. Das tut sie seit dem 40-jährigen Jubiläum vor zehn Jahren.

Vor 50 Jahren wurde die Telefonseelsorge vom Arbeitskreis „Die dargebotene Hand“ gegründet, seit 1960 ist sie in Trägerschaft der evangelischen Kirche. Angefangen hat es damals mit 30 bis 40 Ehrenamtlichen. Die damalige Gründerin, Dr. Christa Brandt, sammelte um sich Freunde, Bekannte und baute erst einmal ein Netzwerk auf. Daraus geworden ist die Düsseldorfer Telefonseelesorge mit ihren heute rund 100 ehrenamtlichen Seelsorgern und Seelsorgerinnen. (Dr. Ulrich Erker-Sonnabend)

 

TV-Beitrag und historische Fotostrecke

Weitere Beiträge zum Jubiläum der TelefonSeelsorge finden Sie hier:

Fernsehbeitrag aus der Lokalzeit Düsseldorf vom 8.1.2009:

 

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2009/01/07/lokalzeit-duesseldorf-jubilaeum-telefonseelsorge.xml

 

Historische Fotos, zusammengestellt von der Evangelischen Pressestelle:

 

http://www2.ekir.de/duesseldorf/neu/strecken/50%20Jahre%20Telefonseelsorge%20in%20Düsseldorf/album/index.html

 

 

 



 

 

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