Ehrenamtliche Mitarbeit
Nur durch das Engagement ehrenamtlicher Mitarbeiter/innen gelingt
es uns, Tag und Nacht für Gespräche zur Verfügung zu stehen. In Deutschland
arbeiten über 7.000 Menschen ehrenamtlich in der TelefonSeelsorge. Etwa 100
sind es in Düsseldorf. Es arbeiten ausschließlich Menschen mit, die zuvor
an unserer einjährigen Ausbildung teilgenommen haben.
Im November 2009 hat eine neue Ausbildungsphase mit einer neuen
Gruppe begonnen. Eine zweite Ausbildungsgruppe begann Ende Februar. Für beide
Gruppen sind keine Plätze mehr frei. Durch die rege Nachfrage bedingt,
werden wir erst zum Herbst 2011 eine neue Gruppe ausbilden. Ab März 2011 laden
wir Sie zu entsprechenden Gesprächen ein.
Wenn Sie Interesse an der Ausbildung ab Herbst 2011 und einer
Mitarbeit bei der TelefonSeelsorge haben, können Sie sich gerne an uns
wenden:
Geschäftsstelle Frau Susanne Gehling
Telefon 0211/ 9 57 57 722
Leitung Ulf Steidel
Telefon 0211/ 9 57 57 721
Per Email: info@telefonseelsorge-duesseldorf.de
Hier erhalten Sie erste Informationen, die im Gespräch gerne
vertieft werden können.
1. Die TelefonSeelsorge nahm vor
mehr als 50 Jahren als Einrichtung zur Hilfe bei der Bewältigung von
schweren Lebenskrisen ihren Anfang. Sie dient Menschen mit allem nur
denkbaren Leid, allen Lebensproblemen und Anfragen als Anlaufstelle für
eine telefonische Beratung. Das Telefon ist ein Mittel, ohne große
Schwierigkeiten - bei Tag und Nacht - mit einem Menschen ins Gespräch zu
kommen, der die Anonymität des Anrufenden achtet, zum Schweigen
verpflichtet ist, Anrufende mit ihren Problemen annimmt, auf sie eingeht
und - wenn nötig - fachliche Beratung vermittelt.
2. TelefonSeelsorge wird von
ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen getragen. So geschieht es auch in Düsseldorf.
Wir meinen, dass die Hilfe für Menschen in ihren Konflikten und
Krisensituationen Sache einer verantwortungsbewussten Gemeinde (im
bürgerlichen und christlichen Sinne) ist. Bei der Vielfalt der Probleme hat
es sich bewährt, dass eine größere Mitarbeiterschaft mit verschiedenartigen
Fähigkeiten in einem Team zusammenarbeitet.
3. Warum Ausbildung? Für Seelsorge
und Beratung reichen Hilfsbereitschaft und persönliche Eignung allein
selten aus, so wichtig diese sind. Um Menschen in ihren differenzierten
Problemen verstehen und beraten zu können, sind bestimmte Fähigkeiten und
Kenntnisse nötig. Diese müssen erlernt und eingeübt werden.
4. Vor Beginn der
Vorbereitungszeit möchten wir Sie persönlich kennen lernen. Sie können sich
zu einem ersten Gespräch anmelden, in dem wir mit Ihnen versuchen, zu einer
einverständlichen Einschätzung Ihrer Möglichkeit zur Mitarbeit zu kommen.
Starre Altersbegrenzung kennen wir bei der TelefonSeelsorge nicht, achten
jedoch beim Eintritt in die Vorbereitung darauf, ob die Lebenserfahrung für
den Dienst ausreicht. Ein Mindestalter von 30 Jahren, selten weniger, hat
sich dabei herausgestellt. Eine Auswahltagung zusammen mit anderen
Bewerber/innen um die Mitarbeit ist der nächste Schritt. Nach diesem Tag
wird die Ausbildungsgruppe zusammengestellt.
5. Die Grundausbildung findet
entweder einmal wöchentlich an einem festen Abend statt oder in Form einer
Wochenendgruppe. Die Vorbereitung dauert ca. ein Jahr (abzüglich Feiertagen
und Schulferien). Nach diesem Jahr erfolgt in der Regel die Aufnahme in die
Mitarbeiterschaft. Die Gruppe bleibt als "Aufbaugruppe" ein
weiteres Jahr zusammen, trifft sich in dieser Zeit aber nur noch
vierzehntägig. Danach schließen sich die Teilnehmer/innen einer der
verschiedenen Supervisionsgruppen an, die vierzehntägig zusammenkommen.
6. Die Vorbereitung wird von der
Praxis her gestaltet. Sie erfolgt in Gruppen von ca. zehn Teilnehmer/innen.
Auf diese Weise können sich alle aktiv am Lernprozess beteiligen.
7. Ausbildungsziele:
Als Teilnehmende/r der Ausbildungsgruppe lernen Sie,
- die eigenen Bedürfnisse,
Gefühle, Ängste und Reaktionen deutlich wahrzunehmen, damit umzugehen
und die eigene Belastbarkeit dadurch zu erhöhen,
- Ihre soziale und
kommunikative Kompetenz zu erweitern,
- für Anrufende offen zu
sein, ihre vielfachen Probleme wahrzunehmen und darauf einzugehen,
- Anrufenden auch in
Glaubens- und Sinnkrisen beizustehen,
- die eigenen Möglichkeiten
und Grenzen realistisch einzuschätzen,
- sich auch mit Fachleuten
über die in Gesprächen vorgebrachten Probleme der Anrufer zu
verständigen,
- in der Gruppe der
Mitarbeitenden zusammenzuarbeiten.
8. Den Beginn der Ausbildung
begründet ein Vertrag, der beiden Partnern erlaubt, sich wieder voneinander
zu trennen. Sollten sich während der Ausbildungszeit Zweifel an der Eignung
oder Neigung für den Dienst ergeben, so wird Einigung in dieser Frage
angestrebt.
9. Wenn der Ausbildungskurs
durchlaufen ist, wird erwartet, dass sich die Teilnehmer/innen regelmäßig
am TelefonSeelsorgedienst beteiligen. Jede/r Mitarbeiter/in macht
mindestens zwei Dienste im Monat, davon einen Nachtdienst. Die Tagesdienste
dauern fünf Stunden. Der Nachtdienst, in der Regel zu zweit durchgeführt,
umfasst z. Zt. neun Stunden.
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